Wald - Lehrpfad

in Wellheim / Aicha im Naturpark Altmühltal



Trocken- und Halbtrockenrasen

Schmetterling Widderchen bei Wellheim im Urdonautal Die Trocken- und Halbtrockenrasen sind Lebensräume von Menschenhand. Entstanden sind sie durch die Waldrodung und anschließende regelmäßige Beweidung mit Schafen und Ziegen. Im Naturpark Altmühltal prägen sie das Landschaftsbild. Ihre Artenzusammensetzung bezogen sie aus den kleinflächig vorhandenen Trockenrasen (Xerobrometum), die von Natur aus die nicht bewaldeten Felsköpfe und Steinschlagfluren besiedelten.


Die Pflanzen und Tiere der Trockenrasen müssen sich an extreme Umweltfaktoren anpassen: Flachgründiger Kalkboden, hohe Sommertemperaturen, Kahlfrost ohne Schneeschutz im Winter, Trockenheit, Tritt und Verbiss der Weidetiere. Trotz der schwierigen Lebensbedingungen zählen die Trockenrasen zu den artenreichsten Biotopen.


Diese wertvollen Lebensräume kann man nur durch völlig unwirtschaftliche Mahd oder durch regelmäßige, aber mäßige Schafbeweidung erhalten. Ohne die traditionelle Bewirtschaftung würden sie allmählich von Sträuchern und Waldbäumen verdrängt werden.



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Zuletzt aktualisiert am 20.11.2011 von Bernhard Steibl