In der nördlich von hier gelegenen Flur "Brand" entdeckte Franz Kerl im Oktober 1941 eine größere Menge Eisenschlacken. Bei einer Ausgrabung fanden sich zwar nur indirekte Belege für einen Rennofen, doch gelang damit der Nachweis hallstattzeitlicher Eisenverhütung. Von anderen Ausgrabungen kennt man die Konstruktion solcher vorgeschichtlicher Rennöfen, ein verhältnismäßig hohes, schornsteinartiges Bauwerk aus Lehm, das knapp über dem Boden mit Windlöchern bzw. Öffnungen für Blasbalgdüsen versehen war, um die für das Schmelzen notwendige Temperatur von weit über 1000 °C zu erreichen. Der Ofen wurde zunächst vorgeheizt, anschließend beschickte man ihn abwechselnd mit Holzkohle und zerkleinertem Eisenerz. Die eisenarme Schlacke sank nach unten und gelangte durch ein Abflußloch nach außen. Im Innern setzte sich tropfenweise ein durchschlackter Eisenklumpen ab, die "Luppe". Nach Beendigung des Verhüttungsprozesses wurde der Ofen aufgebrochen und die glühende Luppe herausgenommen. Rennöfen dieser Art konnten nach kurzen Instandsetzungen mehrmals beschickt werden, bis eine größere Reparatur am Ofen oder den Tretbälgen eine Abkühlung erforderte. |
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