| Bayerns schönste Geotope "Weltenburger Enge" bei Kelheim im Naturpark Altmühltal |
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| Die Felsen der Weltenburger Enge Die 40 m hohen Felsen der eigentlichen Schlucht ("Lange Wand", "Stille Wand") bestehen aus massigen Riff- und Plattform-Kalken des Malm Epsilon und Zeta. Der Kalk besteht hauptsächlich aus nur mikroskopisch erkennbaren Algenkügelchen und Ooiden, die ihrerseits von organischen Kalkkrusten überwachsen sind. Einzelne Kieselschwämme und Korallen lassen sich gelegentlich mit bloßem Auge erkennen. Der oberste Teil der Felswände wird von grobem Riffschuttkalk mit Korallenstöcken und knolligen Algenkrusten gebildet. Am "Affekinger Stein" und am "Bienenhaus" ist der Riffkalk ganz oder teilweise gebankt und geht dann Donau-abwärts in den Riffschutt- oder "Kelheimer Korallen-Schuttkalk" über. Viele Felsen (z.B. "Bienenhaus") sind von Horizontal-Höhlen durchlöchert, die durch die kalklösende Wirkung des fließenden Wassers entstanden ("Karst"). |
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Wie und wann entstand die Weltenburger Enge ? Das ursprüngliche Tal der Donau (Ur-Donau oberhalb Kelheim) war fünf Millionen Jahre lang das heutige Altmühltal, das mit dem heutigen Donauverlauf über das Wellheimer Trockental verbunden ist. Bei Kelheim mündete damals ein aus Richtung Ingolstadt kommender Nebenfluß ("Ingolstädter Albsaumfluß"). Dieser hatte sich durch ständige Eintiefung des Flusses in Richtung Quelle ("rückschreitende Erosion") langsam durch den harten Riegel der Malmkalke gegraben, und so die Schlucht der Weltenburger Enge geschaffen. Etwa zur Zeit der späten Riß-Eiszeit (vor etwa 150.000 Jahren) hatte sich ein anderer Donaunebenfluß, die Schutter, ebenfalls rückwärts gearbeitet und schließlich am heutigen Wellheimer Trockental die Donau "angezapft". Die Donau nutzte die entstandene "Abkürzung", änderte ihren Lauf und floss jetzt über das ehemalige Schuttertal (das sie später nochmals verließ) und die Weltenburger Enge nach Kelheim. Somit ist die Schlucht von Weltenburg eigentlich kein Werk der Donau. Die setzte sich vielmehr ins schon gemachte, aber viel zu enge Bett. Die Kraft des über einen Absturz fallenden Wassers verursacht hohlkehlenförmige Auskolkungen am Fuß des Wasserfalls. Die Fallkante wird unterspült, das überhängende Gestein bricht nach und wird abtransportiert. Der Wasserfall "wandert" flussaufwärts. |
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