Archäologisches Museum
der Stadt Kelheim im Naturpark Altmühltal
Soziale Differenzierung in der Hallstattzeit 8. bis 5. Jahrhundert v. Chr.
In der Hallstattzeit entstehen durch die wenigen Familien konzentrierte Beherrschung und Ausbeutung von Rohstoff-Lagerstätten (Salz, Eisen, Graphit, u.s.w.) eine Art "Adel", dessen Reichtum sich auch in den Grabbeigaben dokumentiert. Die Vitrine "Grab 11 des hallstattzeitlichen Gräberfeldes von Kelheim" zeigt ein verhältnismäßig reiches Grabinventar eines Familienvorstandes. Das unterlegte Foto gibt den Ausgrabungszustand wieder. Rot- und Schwarzmalerei wurde durch eisen- oder manganhaltige Malschlicker erreicht, die weiße Inkrustation - heute neu nachgezogen - bestand ursprünglich aus Knochenasche.
In der Vitrine "Der Grabhügel III des hallstattzeitlichen Friedhofes von Riedenburg-Haidhof" ist ebenfalls die Ausstattung eines Familienoberhauptes zu sehen, aus Riedenburg, mit ähnlichem Ensembles: 3 Kegelhalsgefäße mit Schöpfer, zwei ineinandergestellte Teller und viele kleine Gefäße (u.a. das persönliche Eßgeschirr). Grabhügel mit einer Grabkammer (wie hier rekonstruiert) wurde nur für sozial höher stehende Personen angelegt.
In der Vitrine "Das hallstattzeitliche Gräberfeld von Kelheim" sind Grabbeigaben weiterer Familienmitglieder ausgestellt, die nicht mit soviel Gefäßen bedacht waren. Ihre Gräber befanden sich um und zwischen den Grabhügeln.
Der Informationsstand zur Hallstattzeit spricht folgende Themen an:
Öffnungszeiten:
1.April bis 31.Oktober (Montags geschlossen) von 10.00 bis 17.00 Uhr
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Archäologisches Museum der Stadt Kelheim |
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Zuletzt aktualisiert am 18.09.2011 von Bernhard Steibl