Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis)
am Altmühlsee bei Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland


Duckentchen nennt der Volksmund den seltener gewordenen Zwergtaucher, den kleinsten Vertreter der Lappentaucher in Europa. Der geschickt wegtauchende Wasservogel fällt oft gar nicht auf, nur der hohe, im Duett von Männchen und Weibchen vorgetragene Triller verrät seine Anwesenheit im lockeren Röhricht oder am dicht bewachsenen Ufer kleinerer Flüsse. Bevorzugt brütet der Zwergtaucher auf kleinen, wasserpflanzenreichen Teichen. Dort taucht er wendig zwischen den Unterwasserpflanzen und sucht nach Insektenlarven oder Kleinfischen. Am "hohen Heck" ist er auch im Winterkleid vom nur wenig größeren Schwarzhalstaucher zu unterscheiden. Zur Brutzeit zeigen die Altvögel eine rostbraune Kehl- und Halsfärbung sowie einen hellgelben Fleck an der Schnabelwurzel. Ihre zunächst winzig wirkenden Jungen tragen sie manchmal auf dem Rücken. Im Herbst und Winter verlassen viele Zwergtaucher ihre Brutplätze und sammeln sich in lockereren Gruppen auf Flachwasserbereichen von Seen.

Steckbrief:
  • 25-29 cm
  • rundlich, kurzhalsig, oft aufgeplusterten Federn am Hinterende
  • Brustkleid: Kehle und Hals kastanien- bis rotbraun
  • Winterkleid: unscheinbar graubraun am Rücken dunkler
  • Stimme: hoher, anhaltender Duett-Triller
    Zwergtaucher im Altmühltal bei Gunzenhausen im neuen fränkischen Seenland

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Zuletzt aktualisiert am 31.07.2006 von Bernhard Steibl