Raubseeschwalbe (sterna caspia)
am Altmühlsee bei Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland


Außer in Südamerika und der Antarktis brütet die Raubseeschwalbe auf allen Kontinenten. In Europa kommt sie in geringer Zahl an den Küsten der Ostsee vor sowie am Schwarzen und Kaspischen Meer. Sie erreicht fast die Größe einer Silbermöve und ist damit viel größer als Fluß- oder Küstenseeschwalben. Die rauhen, weithin schallenden Rufe fallen vor allem an Binnengewässern auf, die von der Raubseeschwalbe zu den Zugzeiten aufgesucht werden. Oft entdeckt man sie an ihren, roten Schnabel auf einer Sandbank unter Möwen. Fische fängt sie stoßtauchend aus mittlerer Flughöhe. Im August ziehen die baltischen Raubseeschwalben zu den westafrikanischen Winterquartieren oder an die Küsten des Mittelmeers. Dabei begleiten die Jungen häufig noch die Alten im Familienverband und betteln mit durchdringenden Rufen um Futter. Sie sind auf dem Rücken schuppig und ihr Schnabel ist blassorangenrot gefärbt.

Steckbrief:
  • 50-60 cm
  • mächtiger, roter Schnabel; Handschwingen flügelunterseits dunkel
  • Ruf: Adulte rufen laut und durchdringend "käh" oder "krä-i", Jungvögel hoch pfeifend "whi, whi"
    Raubseeschwalbe im Altmühltal bei Gunzenhausen im neuen fränkischen Seenland

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Zuletzt aktualisiert am 31.07.2006 von Bernhard Steibl