Kuhreiher (Bubulc ibis)
am Altmühlsee bei Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland


Von Südwesteuropa sich ausbreitend hat dieser kleine Reiher gerade den westlichen Randbereich Mitteleuropas erreicht. Er wirkt gedrungen, kurzhalsig und folgt häufig dem Weidevieh um aufgescheuchte Insekten zu fangen. Manche Kuhreiherschwärme haben auch gelernt zu diesem Zweck den Traktoren zu folgen. In lockeren Gruppen fliegen sie abends zum gemeinsamen Schlafplatz.
Den größten Teil des Jahres haben die Kuhreiher ein fast weißes Gefieder. Der Schnabel ist gelb, die Beine sind dunkel. Zu Beginn der Brutzeit entwickeln sich dann goldbraune Schmuckfedern an Kopf, Brust und Rücken, der Schnabel wird rötlich, die Beine verfärben sich orange.
Kuhreiher haben erst vor gut 100 Jahren Amerika besiedelt. Von Afrika aus überflogen sie den Südatlantik und breiteten sich über fast ganz Südamerika bis nach Nordamerika aus. Heute sind sie bereits die häufigsten Reiher Amerikas. Vor allem Jungreiher streifen im Herbst weit umher. Gelegentlich kommen sie nach Deutschland und in die angrenzenden Gebiete.

Steckbrief:
  • 45-54 cm
  • klein und untersetzt
  • dicke "Kinnbacken"
  • Brutkleid: goldbraune Federn an Oberkopf, Brust und Rücken
  • Ruf: kurz und dumpf "arg"
    Kuhreiher im Altmühltal bei Gunzenhausen im neuen fränkischen Seenland

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Zuletzt aktualisiert am 31.07.2006 von Bernhard Steibl