Kampfläufer (Philomachus pugnax)
am Altmühlsee bei Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland


Unter den europäischen Watvögeln ist der Kampfläufer sicher der absonderlichste. Im Mai und Juni sammeln sich die Männchen, die ein mehrfarbiges Prachtkleid tragen, zur "Gesellschaftsbalz". Die verlängerten Halsfedern werden gespreizt, die Kopffedern aufgerichtet und mit gesenktem Kopf und vorgestrecktem Schnabel gehen die Hähne dann aufeinander los und vollführen Luftsprünge - alles nur um die scheinbar uninteressierten Weibchen zu beeindrucken. Männchen, die auf einem zentralen Balzplatz ihre Pracht und Kondition zeigen, werden von den Weibchen bevorzugt gewählt. Nach der Paarung kümmern sich die Weibchen alleine um Gelege und Jungenaufzucht. Im Juni/Juli verlieren die Männchen ihr Balzgefieder und sehen dann den deutlich kleineren Weibchen ähnlich. Im Herbst ziehen die Kampfläufer Nordeuropas und weiter Bereiche Sibiriens mit längeren Verweildauern an Zwischenrastplätzen nach Westafrika zum Überwintern. In Deutschland gibt es nur noch sehr wenige Kampfläufer-Brutplätze.

Steckbrief:
  • Weibchen: 20-25 cm, Männchen: 26-32 cm
  • Ruhekleid: grau, rötliche bis orangefarbene Beine, Schnabel mittellang
  • Balzkleid, Männchen: bunte Halskrausen und Ohrbüschel; einige Weibchen haben rein weiße Halskrausen
  • Brutkleid, Weibchen: Oberseite "geschuppt", Unterseite bräunlich
  • meist "Stumm", selten leise "wik-wik-wik"-Rufe oder "ku-ku"-Rufe
    Kampfläufer im Altmühltal bei Gunzenhausen im neuen fränkischen Seenland

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Zuletzt aktualisiert am 31.07.2006 von Bernhard Steibl