Dohle (Corvus monedula) (nach der Roten Liste als "gefährdet" eingestuft)
am Altmühlsee bei Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland


Früher gab es Dohlen auf jedem Dorfkirchturm und an jeder Burg, in den letzten Jahrzehnten ist dieser stets in Schwärmen lebende, kleine Rabenvogel jedoch mancherorts selten geworden. Dohlen brüten kolonieweise in Türmen oder in selbst gegrabenen Höhlen an sandig-tonigen Steilwänden und gelegentlich in großen Baumhöhlen. Die Paare halten lebenslang zusammen und bleiben oft auch ihrem Brutplatz treu. Auch außerhalb der Brutzeit halten die Brutpaare in den Schwärmen zusammen. Sie gelten als sehr intelligent und handaufgezogene Dohlen verblüffen nicht selten durch ihre Fähigkeiten und Leistungen. Sie sind kleiner als Saatkrähen, die gelegentlich mit ihnen in gemischten Schwärmen umherziehen, und fallen stehst durch ihre kennzeichnenden "tschack, tschak"-Rufe auf. Damit verraten sie sich auch, wenn sie in der späten Dämmerung im Herbst oder Winter gemeinsam mit anderen Rabenvögeln ihre Schlafplätze aufsuchen. Dohlen sind Allesfresser. Während des Sommers überwiegend tierische Kost, im Winter wird mehr pflanzliche Nahrung aufgenommen.

Steckbrief:
  • 33 cm
  • schwärzliches Gefieder mit grauen Kopfseiten
  • blassgraues Auge
  • kurzer Schnabel
  • Ruf: metallisches "kjak" oder kurze, hohe "tschack, tschack"-Rufe
    Dohle im Altmühltal bei Gunzenhausen im neuen fränkischen Seenland

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Zuletzt aktualisiert am 31.07.2006 von Bernhard Steibl