Baumfalke (Falco subbuteo) (nach der Roten Liste als "stark gefährdet" eingestuft)
am Altmühlsee bei Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland


Kleine, schnittige Falken, die an einem Sommerabend Libellen oder andere Insekten fangen und im Flug verzehren, sind meist Baumfalken, im südöstlichen Europa auch Rotfußfalken (Falco vespertinus). Jagen sie aber in rasendem Flug Schwalben, handelt es sich gewiß um Baumfalken. Mit ihren sichelförmigen Flügeln wirken sie wie große Mauersegler.
Viel größer und massiger ist dagegen der Wanderfalke (Falco peregrinus), der 39-50 cm lang wird und mittelgroße Vögel, wie Tauben, Enten und Strandvögel, erbeutet. Er hat einen ausgeprägten Bartstreif und breitere Flügel. Die Unterseite des Wanderfalken ist fein graubraun gebändert, während sie beim Baumfalken Längsstreifen aufweist und in "roten Hosen" endet. Baumfalken jagen bevorzugt an Waldrändern, in Gewässernähe und über Schneisen, wo sie Insekten und Schwalben fangen. Diesen folgen sie sogar bis ins afrikanische Winterquartier. Jungvögel haben noch keine "roten Hosen" und sind oberseits brauner als die adulten Baumfalken.

Steckbrief:
  • 28-35 cm
  • sichelförmige Flügel
  • Oberseite dunkel graubraun, weiße Wangen
  • Rötliche "Hosen"
  • Ruf zur Brutzeit "ki-ki-ki"
    Baumfalke im Altmühltal bei Gunzenhausen im neuen fränkischen Seenland

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Zuletzt aktualisiert am 31.07.2006 von Bernhard Steibl