Stadtmuseum
in Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland
Alchimistenküche des "Goldmachers von Gunzenhausen"
Neben den Fayencekacheln aus dem markgräflichen Jagdschloß zählt die Alchimistenküche des Heilpraktikers Johann Reichardt (1896-1974) zum Originellsten dessen, was Gunzenhausen heute den Besuchern seines Museums präsentieren kann. Die Wiege des Gastwirtssohns stand im sogenannten Schwarzviertel, wie die ehemals untere Vorstadt noch heute genannt wird. Nach dem Ersten Weltkrieg wandte sich Reichardt dem Beruf eines Heilpraktikers zu. 1939 verlegte er seine Praxis ins markgräfliche "Jagdschloß" (heute Haus des Gastes).
Besonders beliebt war bei seinen Kunden das "Drachenblut", ein hochprozentiger Likör.

Ihm werden unzählige Fähigkeiten nachgesagt, darunter das Verhexen von Leuten, die ohne seine Erlaubnis in seine Büchern lasen, oder das Ausfindigmachen von Dieben mittels seines "Zauberspiegels". 1929 entdeckte er in der Stadtmauer eine Phiole mit grauschwarzem Pulver, das er gemäß Anweisung erhitzte.
Es bildete sich eine feste Masse mit geringem Goldanteil, was sogar in der überregionalen Presse für großes Aufsehen sorgte. Sogar die Nationalsozialisten wollten sich die Fähigkeiten des "Goldmachers von Gunzenhausen" zur Begleichung der aus dem Ersten Weltkrieg herrührenden Reparationsforderungen zunutze machen. Doch mit der Goldherstellung wollte es partout nicht klappen ...
Öffnungszeiten:
| 1.Mai bis 15.Oktober | Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr |
| 16.Oktober bis 30.April | Dienstag bis Freitag von 13.00 bis 17.00 Uhr Sonntags sowie Oster- und Pfingstmontag von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr |
jeden Montag, 1.Januar, Karfreitag, Faschingsdienstag, Dienstage nach Ostern und Pfingsten und 23. bis 25.Dezember geschlossen
Stadtmuseum Gunzenhausen
Rathausstr. 12
91710 Gunzenhausen
Tel.Nr.: 09831/508306
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Zuletzt aktualisiert am 30.04.2012 von Bernhard Steibl