Landwirtschaftlicher Lehrpfad
in Gunzenhausen / Unterhambach im Neuen Fränkischen Seenland
Die Sau rauslassen? Das Hausschwein hat mit seinem Vorfahren, dem Wildschwein, nur noch wenig gemein. Kaum zu glauben, daß der rosarote Ringelschwanz mit dem rauhbeinigen Gesellen aus den Wäldern verwandt ist. Als die Menschen seßhaft wurden, fingen sie an, Schweine zu züchten. Unsere Vorfahren bevorzugten bereits Tiere, die mehr Fleisch auf den Rippen hatten, als ihre bärbeißigen Ahnen. So entstand das Hausschwein: verspielt, mit viel Schinken und ... wenig Haaren! |
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Draußen ist es den Ringelschwänzen meist zu ungemütlich. Sie könnten sich ohne die schützende Wildschweinschwarte erkälten. In Gruppen im Stall fühlen sie sich aber wohl. in Tiefstreuställen haben die Schweine eine bequeme Strohmatratze, in Zweiraumställen einen weichen Liege- sowie einen Laufbereich. Ställe mit Vollspaltenboden bieten eine eingebautes Klo: Kot und Urin fallen durch dünne Schlitze im Boden nach unten. Die gesammelte "Gülle" dient später als wertvoller Dünger.
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Ein Bauer füttert entweder von Hand, oder die auf Alter und Gewicht abgestimmte Futtermischung fließt computergesteuert in den Trog. Wasser gibt´s zur freien Verfügung. Morgens und abends guckt der Landwirt, ob es seinen grunzenden Vierbeinern gut geht. Oft bekommen sie Stroh zum Durchwühlen oder Bälle zum Spielen in die Box. "Die Sau rauslassen?", nein, unsere Schweine spielen lieber drinnen! |
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Zuletzt aktualisiert am 29.04.2012 von Bernhard Steibl