Waldlehrpfad "Auwäldchen"
in Eichstätt im Naturpark Altmühltal
Die Ulme (Ulmus spec.) 
Die Ulme, auch Rüster genannt, ist in der Regel nur noch als Jungbaum zu sehen, obwohl sie auch ein stattlicher Altbaum werden kann.
Der Grund dafür ist das "Ulmensterben", das vorwiegend Bäume ab einem Stammdurchmesser größer als 10 cm betrifft. Diese Krankheit wird durch einen Pilz verursacht, den der Ulmensplintkäfer überträgt. Der Pilz führt zu einer Verstopfung der Wasserleitbahnen des Baumes und bringt diesen zum Absterben. Das äußere Krankheitsbild wird durch die Wipfeldürre und durch das Absterben von Ästen sichtbar. Diese Krankheit wurde anfangs des Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppt und verzeichnet bestandsbedrohende Verluste bei allen drei heimischen Ulmenarten: Bergulme (Ulmus glabra), Flatterulme (Ulmus laevis) und Feldulme (Ulmus carpinifolia). Im Eichstätter Land wurden in den letzten 15 Jahren fast alle stärkeren Ulmen zum Absterben gebracht.
Die Ulme ist der einzige heimische Baum, dessen Blüten und Früchte noch vor dem Laubaustrieb erscheinen. Seine Blätter sind grob gesägt, zugespitzt und am Blattansatz asymmetrisch. Nach dem Laubabfall erscheinen die Äste mit ihren zweizeilig angeordneten Zweigen wie Fernsehantennen, ein Blick in die Krone reicht zum Erkennen.
Das wertvolle rotbraune Ulmenholz findet vor allem bei Drechslern und als Möbelfurnier Verwendung.
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Zuletzt aktualisiert am 03.12.2011 von Bernhard Steibl