Waldlehrpfad "Auwäldchen"
in Eichstätt im Naturpark Altmühltal
Totholz - voller Leben
Abgestorbenes, totes Holz bietet einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten Nahrung oder einen wertvollen Lebensraum.
Holzbewohnende Kleinlebewesen, wie z. B. Hornissen, benötigen die Baumhöhlen zur Anlage ihrer Nester. Käfer, Assel und Würmer finden in den Gängen reichlich Nahrung. Vögel legen Brut- und Nisthöhlen in den morschen Bäumen an. Aber auch Moose, Flechten und Pilze benötigen das tote Holz als Lebensgrundlage.
In der Natur ist alles Teil des natürlichen Kreislaufes von Werden und Vergehen. Pilze, Insekten und Mikroorganismen sind wichtige Glieder im Ökosystem Wald, da sie die abgestorbene Biomasse zersetzen, wieder in ihre Grundstoffe zerlegen und remineralisieren. Nach den Zersetzungsstadien des Totholzes wird ein Waldboden entstehen, der neuem Leben zum Aufbau dient.
Totholz hat somit eine wichtige ökologische Bedeutung. Soweit es nicht aus Gründen der Forstwirtschaft entfernt werden muß, bleibt es im Wald.
Das Totholz, das hier vor Ihnen liegt, bietet interessante Einblicke in den Stoffkreislauf und zeigt eine große Vielfalt an Kleinlebewesen sowie Pilzen. Pilze, die reine "Holzzersetzer" sind, d. h. von toter organischer Substanz leben, nennt man Saprophyten. Parasiten hingegen besiedeln und schädigen lebende Organismen. Der Zunderschwamm, oft an Buchen zu sehen, ist Parasit und Saprophyt in einem.
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Zuletzt aktualisiert am 03.12.2011 von Bernhard Steibl