Waldlehrpfad "Auwäldchen"

in Eichstätt im Naturpark Altmühltal



Die Roßkastanie (Aesculus hippocastanum)

Kastanie in Eichstätt im Altmühlthal Die Roßkastanie ist in Bayern zwar kein typischer Waldbaum, aber dennoch ein wichtiges Naturelement unserer Landschaft, Städte, Dörfer und nicht zu vergessen, unserer Biergärten. Sie ist ein breitkroniger, dichtbelaubter Baum, der ursprünglich in den Bergwäldern des Balkans beheimatet ist. Von dort stammt auch ihr Schädling, die Roßkastanien-Miniermotte, die erstmals 1984 in Bayern festgestellt wurde. Die Larven dieser nur 3 mm großen Motte fressen u.a. die Blattnerven, so daß die Kastanienblätter austrocknen und sich schon im August braun verfärben.

Die Roßkastanie ist leicht an ihren charakteristisch fingerförmigen, großen Blättern und den dekorativen weißen Blütenkerzen zu erkennen. Im Herbst fallen aus den grünstacheligen, dickschaligen Fruchtschalen die braunglänzenden, samtigglatten Kastanienfrüchte, die Kinder zu freudiger Sammelleidenschaft animieren.

Die stärkehaltigen Früchte der Roßkastanie sind ein begehrtes Winterfutter für Reh und Wildschwein. Aber auch als Heilmittel kommt ihnen eine Bedeutung zu: früher sollten die Früchte angeblich als Arznei gegen den Husten der Pferde = Rösser verwendet worden sein, daher der Name Roßkastanie. Heute werden sie in der Naturheilkunde hinsichtlich der Wirkstoffe Aesculin, Aescin und Flavone gegen Venenerkrankungen und Durchblutungsstörungen eingesetzt.



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Zuletzt aktualisiert am 03.12.2011 von Bernhard Steibl