Waldlehrpfad "Auwäldchen"
in Eichstätt im Naturpark Altmühltal


Der Eichelhäher (Garrulus glandarius)
Bestimmt haben Sie den Ruf des Eichelhähers, ein lautes Kreischen "Raaaatsch, Raaatsch" schon gehört, wenn er suchend durch den Wald streift. Er trägt ein schönes, braunseidenes Gefieder, hat einen "Schopf" am Kopf und auffallend Weißblaue Flügelzeichnungen. Sein Verwandter aus dem Gebirge der Tannenhäher, ist braungesprenkelt und taucht immer häufiger auch im Jurawald auf. Der Eichelhäher zählt zu den Rabenvögeln und ernährt sich von Käfern, Faltern, jungen Singvögeln und im Herbst von Beeren, Bucheckern und natürlich den Eicheln.

Gerne legt er große Eichelvorräte an. Denn der Winter kommt bestimmt mit seiner Futterknappheit. Bis zu 5 km trägt er die Eicheln im Kropf und Schnabel und versteckt sie hinter Rindenschuppen, im Moos und in der Nadelstreu. Natürlich werden auch manche von Mäusen, Eichkätzchen und anderen Tieren gefunden, "wegstibitzt" und vernascht.

Viele der Eicheln werden übersehen und tragen somit zur Verbreitung der Eichen bei. Die Eicheln schieben im Frühling einen zarten Keimling, reichem die Nadelbaumbestände mit Laubbäumen an und legen somit den Grundstein zu vielgestaltigen Mischwäldern Der Eichelhäher ist somit Saatmeister bzw. Sämann des Waldes und "Mitzauberer" für eine ökologische Vielfalt.
    Eichelhäher in Eichstätt im Altmühlthal


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Zuletzt aktualisiert am 31.07.2006 von Bernhard Steibl