Waldlehrpfad "Auwäldchen"
in Eichstätt im Naturpark Altmühltal
Die Eibe (Taxus baccata) - giftig und heilend
Als immergrüner Nadelbaum ist die Eibe ein Symbol für ewiges Leben. Sie ist eine trägwüchsige "Schattenbaumart", erreicht Baumhöhen bis max. 20 m, dafür aber ein sehr hohes Alter.
Bis auf den roten Samenmantel enthalten alle Teile der Eibe das giftige Alkaloid Taxin, das zu Atemlähmung und Herzstillstand etc. führen kann. Holzabfuhrleute mieden mit ihren Pferden Eiben sorgsam oder beseitigten sie sogar. Rehen schaden die Eibenknospen und -nadeln nicht. Auch Vögel nehmen die Scheinfrüchte mit dem Samenkern gern auf und sorgen damit für eine natürliche Verbreitung.
Das feste und elastische Holz der Eibe wurde früher zur Fertigung von Bogen und Armbrust verwendet, was einen Raubbau dieses Gehölzes nach sich zog. Heute ist die Eibe nur noch selten an ihrem natürlichen Standort, dem Wald, anzutreffen und wird nach der Roten Liste als "gefährdet" eingestuft. Auch im Eichstätter Wald ist die Eibe selten.
Im Altmühljura finden wir den heimischen Baum zum Beispiel lediglich als Einzelstück in der Kindinger Sommerleite und zwei circa 60-jährige Eiben-Gruppen im Naturwaldreservat "Beixenhart". Um den Bestand der Eibe im Wald wieder zu erhöhen, werden von Forstleuten seit gut 10 Jahren geeignetenorts wieder junge Eiben gepflanzt.
Weit verbreitet ist die kultivierte Eibe in Park- und Gartenanlagen. Im Eichstätter Hofgarten ist sie als ornamentale, niedrige Hecke kunstvoll zugeschnitten.
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Zuletzt aktualisiert am 03.12.2011 von Bernhard Steibl