Sonderausstellung im Domschatz- und Diözesanmuseum

Melchior Grossek - "Scherenschnitte und Druckgraphik"

in Eichstätt im Naturpark Altmühltal

18. April bis 30. Juni 2013



Die Exponate sind ausgewählt aus dem künstlerischen Nachlass, der sich in einer Privatsammlung befindet. Sie sind zusammengestellt worden vom Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen. Derzeit ist eine Monographie von Melanie Mehring als kunsthistorische Dissertation in Vorbereitung. Melchior Grossek im Diözesanmuseum in Eichstätt im Altmühltal

Melchior Grossek gehört zu dem Kreis der katholischen Priester, die eine künstlerische Ausbildung erfahren haben und neben ihrer seelsorgerlichen Tätigkeit als Künstler tätig waren. Er wurde geboren am 6.1.1889 in Bralin in Schlesien. Ab 1909 studierte er Theologie an der Universität Breslau und wurde an der dortigen Kunstakademie ausgebildet, z.B. von Heinrich Tüpke. Nach seiner Priesterweihe wurde er als Seelsorger in Berlin eingesetzt. 1920 konnte er sich künstlerisch weiterbilden in München, Aachen und Bonn. Lange Jahre war er in Berlin Mitarbeiter für verschiedene Kirchenrundfunksendungen. Seit 1938 leitete er die Pfarrei Heilige Familie in Berlin-Lichterfelde. Er starb am 9.7.1967 in Berlin.

Sein künstlerisches Schaffen wurde einerseits von den familiären Schicksalen im 1. Weltkrieg beeinflusst und andererseits von seinem künstlerischen Bekenntnis. Stilistisch arbeitete er mit dekorativen Mitteln und machte sich bis zuletzt die Haltung des Expressionismus zueigen, stellte aber seine Kunst immer in den Dienst der Verkündigung des Wortes Gottes. Bedeutung haben die Werkreihe "Totentanz" und "Das Leben" erlangt. Neben seinen Scherenschnitten, die auch publiziert worden sind, arbeitete Grossek hauptsächlich mit Linol- und Holzschnitten, die christliche Themen zeigen und eine intensive Gestaltung verraten. Auf seinen Reisen entstanden auch Landschaftsaquarelle.


Öffnungszeiten:

1.April bis 4.November
Mittwoch, Donnerstag, Freitag: 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag: 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen
Sonderöffnungen nach Vereinbarung



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Diözesanmuseum Eichstätt
Residenzplatz 7
85072 Eichstätt
Tel.Nr.: 08421/50742
Fax.Nr.: 08421/50269



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Zuletzt aktualisiert am 10.03.2013 von Bernhard Steibl