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Informationszentrum "Naturpark Altmühltal"

in Eichstätt im Naturpark Altmühltal


Ausstellung "Natur"

Die Ausstellung Natur zeigt die ökologischen Systeme die für den Naturpark bestimmend sind und demonstriert ihre wichtigsten Lebensläufe. Dazu informiert sie über Sinn und Zweck des Naturparks mit seinen Komplexen naturschützerischen und landschaftspflegerischen Aufgaben.
Natur verstehen und "begreifen" ist das Ziel. Auch im wörtlichen Sinn, denn die Ausstellung spricht alle Sinne an und soll helfen, den Naturschutzgedanken zu verbreiten und vertiefen.
Hinweise auf Lehrpfade im Naturpark und auf weitere Möglichkeiten, die Natur aktiv zu erleben, ergänzen und vertiefen den praktischen Nutzen der Ausstellung für alle Freunde der Natur.


Lebensraum Wald

Eiche bei Kelheim im Altmühltal Das Walddiorama mit seinem Vogelgezwitscher stimmt auf die Ausstellung ein. Das Lupenmodell zeigt den Boden als Grundlage aller Ökosysteme der Erde. Der Zusammenhang zwischen Pflanze und Tier, Sonne, Luft und Wasser wird in einer Kreislaufgraphik verdeutlicht.
Der Buchenwald ist die natürliche Waldbedeckung des Altmühlalb. Seine Pflanzenwelt im Laufe der Jahreszeiten wird mit informativen Bildfolgen vorgestellt.
Die ökologischen Beziehungsgeflechte zwischen Pflanzen und Tieren, Waldtieren untereinander und Wald und Mensch sind ausführlich erklärt. Dem Lebensraum Wald, der Jäger-Beute-Beziehung und den Nahrungsketten wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Es gibt viele Wälder im Naturpark Altmühltal, die von unzähligen Kilometern Wander- und Radwegen erschlossen sind.
Naturnahe Buchenwälder findet man am Naturlehrpfad Obereichstätt, im Naturwaldreservat Beixenhart, im Köschinger Forst, im Schernfelder Forst und Saupark. Im Biotopgarten ist ein Buchenwaldrand zu sehen. Lehrpfade zum Thema Wald finden sich in Beilngries, Wellheim-Aicha, Kipfenberg, Treuchtlingen, Breitenbrunn, Eichstätt, Dietfurt und Gaimersheim.


Lebensraum Feldflur / Hecke

Das Vorkommen von Pflanzen und Tieren in der Feldflur ist eng mit der Kulturgeschichte der Menschen verknüpft. Der traditionelle Landbau fördert - unbewußt - die Arten, die auf offene Landschaft und regelmäßigen Umbruch des Bodens angewiesen sind.
Hecken auf Feldrainen oder an Geländekanten bieten zahlreichen Tierarten Nahrung, Schutz, Brutplätze und Winterquartier. Jede Art besetzt innerhalb der Hecke ihre eigene "ökologische Nische" und grenzt sich so gegen andere ab. Der Lebensraum Hecke hilft, die Erosion der Feldflur zu vermeiden, den Ertrag durch Windschutz zu steigern und Kulturschädlinge zu dezimieren. Dennoch haben diese Lebensräume in der modernen Landschaft wenig Platz.
In der Nähe des Jura-Bauerhof-Museums in Hofstetten wird ein etwa 5.000 m² großer Acker in traditioneller Dreifelderwirtschaft bestellt. In diesem Feldflora-Resevat kann man den Lebensraum Feldflur / Hecke durch die Jahreszeiten beobachten.


Lebensraum Trockenrasen Hummel bei Riedenburg im Altmühltal

Bereits der Aufgang zur Ausstellung weist auf das wichtigste, durch den Menschen geschaffene Landschaftsbild des Naturparks Altmühltal hin.
Die Wacholderheiden entstanden durch intensive Waldrodung und Schafbeweidung auf trockenen Böden. Das Juraschaf steht für dieses besondere Landschaftsbild, dessen Entwicklung zeichnerisch dargestellt wird.
Das Trockenrasendiorama gibt Einblick in die Artenvielfalt der Schmetterlinge; die schwierigen Lebensbedingungen in dem von großen Temeraturunterschieden und extremer Trockenheit gekennzeichneten Lebensraum werden ausführlich erläutert.
Landschaftspflegerische Maßnahmen zur Erhaltung des gefährdeten Trockenrasens zeigt eine kleine Tonbildschau.
Wacholderheiden und Trockenrasenflächen findet man an den Hängen der Juratäler. Auf dem Naturlehrpfad Obereichstätt - Schernfeld kann man den Lebensraum Trockenrasen erwandern. Im Biotopgarten ist ein Kalktrockenrasen angelegt.


Lebensraum Feuchtbiotop

Die romantische Altmühl ist der Mittelpunkt des Naturparks. Das große Flußdiorama gibt Einblick in ihren faszinierenden Lebensraum. Die Aquarien beherbergen wirbellose Tiere, Amphibien und Kleinfische, Tiere, die neben den bekannten Fischen in großer Zahl den Fluß bevölkern.
Seit Jahrhunderten hat der Mensch versucht, das unberechenbare Fließgewässer der Altmühl in den Griff zu bekommen. Die graphischen Darstellungen der Flußlandschaft im Wandel zeigen die Probleme von Regulierung und Renaturierung.
Das Biotop Feuchtwiese ist besonders artenreich, zugleich aber durch landwirtschaftliche Maßnahmen und Straßen- und Wegebau stark gefährdet.
Auch die Auwälder, die früher alle Flußläufe säumten, sind sehr selten geworden. Heute versucht man, die Uferbereiche wieder für viele Tiere und Pflanzen bewohnbar zu machen. Das Biberdiorama zeigt diesen größten Bewohner der Auwälder in seinem natürlichen Lebensraum.
Rund um den Weiher des Biotopgarten findet sich eine prächtige Feuchtgebietsflora. Einen Lehrpfad zu diesem Thema gibt es in Pfünz - Landershofen. In Wellheim zeigt ein Biotoplehrpfad wichtige ökologische Zusammenhänge. Dazu weisen die Altmühl und ihre Nebenflüsse an vielen Streckenabschnitten Feuchtwiesen an den Ufern auf.



Informationszentrum
Naturpark Altmühltal
Notre Dame 1
85072 Eichstätt
Tel.Nr.: 08421/98760
Tel.Nr.: 08421/987654



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Zuletzt aktualisiert am 02.12.2011 von Bernhard Steibl