Naturlehrpfad
in Dollnstein / Obereichstätt im Naturpark Altmühltal
Kiefern-Aufforstung 
Seit dem 1. Weltkrieg, vermehrt in den fünfziger und sechziger Jahren, versuchte man an verschiedenen Stellen, die Trockenrasenhänge aufzuforsten und das sogenannte "Ödland" in Wald umzuwandeln.
Häufig wurden dabei Monokulturen der Ostalpen Schwarzkiefer (Pinus nigra austriaca) gepflanzt. Diese Baumart bildet am österreichischen Alpenrand auf meist flachgründigen, trockenen Kalkböden gutwüchsige, oft ziemlich reine Bestände aus, in denen andere Baumarten kaum eine Rolle spielen. Die Schwarzkiefer unterscheidet sich durch die doppelt so langen Nadeln (8-15 cm) und größeren Zapfen von der einheimischen Waldkiefer oder Föhre (Nadeln 4-7 cm lang). Aus der Entfernung erkennt man sie durch ihre üppige Wuchsform und die dunkelgrünen Nadeln.
Heute bevorzugt man bei Anpflanzungen meist standortgemäße einheimische Laubbäume.
Die Einsicht setzt sich immer mehr durch, daß die Trockenrasenhänge typische Bestandteile der Juralandschaft sind und nicht aufgeforstet, sondern als Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten erhalten werden sollen.
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Zuletzt aktualisiert am 04.12.2011 von Bernhard Steibl