| Für die Tiere der Wiese ist die Mahd ein noch viel stärkerer Eingriff in den Lebensraum als für die Pflanzen. So werden bei jedem Schnitt nahezu alle Tierarten, die in den Stengeln und Blüten der Wiesenpflanzen leben, vernichtet oder abtransportiert. Aber auch viele Tiere, die auf Wiesenpflanzen leben, wie Heuschrecken, Spinnen, Blattläuse und Zikaden, oder die sie nur als Deckung brauchen, wie etwa wiesenbrütende Vögel, geht mit der Mahd vielfach die Existenzgrundlage verloren. Sie müssen abwandern oder werden eine leichte Beute ihrer natürlichen Feinde. Viele Besucher der Blumenwiese z. B. Hummeln, Wildbienen, Tagfalter, Schweb- und Tanzfliegen, finden wir daher nur, wenn die Gräser und Kräuter blühen und fruchten. Häufiges Mähen nimmt diesen Tierarten die Nahrungsgrundlage und den Schutz vor Wind und Hitze. Die modernen Mähwerke schneidern das Pflanzenkleid knapp über der Bodenoberfläche ab und wirken sich dadurch besonders nachteilig auf die Tierwelt der Wiese aus. Auf den mehrmals gemähten Wiesen finden daher nur noch solche Tiere günstige Lebensbedingungen, die sich im Boden verstecken können oder die sich ausschließlich zur Nahrungssuche auf der Wiese aufhalten. |
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