heimische Wildkräuter. Die Artenzusammensetzung der Wiese wird nur vom Standort, insbesondere vom Boden und vom Klima, und vom Rhythmus der Bewirtschaftung bestimmt. Hier sät noch die Natur; der Mensch beschränkt sich auf das Ernten. Bei einer mit der Natur in Einklang stehenden Nutzung zeigen Blumenwiesen eine hohe Dauerhaftigkeit und Stabilität. So können naturnahe Wiesen über Jahrhunderte ohne Ermüdungserscheinungen genutzt werden und auch Krankheiten und Schädlinge sind dort so gut wie unbekannt.![]() |
Blumenwiese - unersetzlich für Natur und Mensch Die Pflanzen- und Tierarten unserer Wiesen und Weiden machen einen bedeutenden Teil unserer heimischen Flora und Fauna aus. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten finden nur dort den nötigen Lebensraum, unter anderem viele in ihrer Existenz bedrohte Schmetterlings- und Vogelarten. Eine Reihe von Nutzinsekten lebt in der Blumenwiese. Die Erhaltung blütenreicher Wiesenflächen ist damit Voraussetzung für das Weiterbestehen einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt. Die Bedeutung dieser Flächen für den Menschen läßt sich vor allem an den zahlreichen Heil- und Gewürzkräutern abschätzen, die auf unseren Wiesen zu finden sind: Spitzwegerich, Kümmel, Baldrian, Bibernelle und Frauenmantel wuchsen früher auf allen Wiesen. Heute müssen bereits manche dieser Heilkräuter aus dem Ausland eingeführt werden, um unseren Bedarf für die Arzneimittelherstellung zu decken. Daß farbenfrohe Wiesen das Landschaftsbild bereichern und damit den Erholungswert für den Menschen beträchtlich steigern, braucht nicht eigens betont zu werden. Wer schon einmal an einem warmen Frühlingstag in der Natur gewandert ist, um einen bunten Wiesenstrauß zu pflücken, kennt dieses beglückende Gefühl. Bunte Wiesen gehören seit Jahrhunderten zur Kulturlandschaft und sind ein fester Bestandteil unserer Heimat. |
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